NEWS 07-07-2009
Erstes HaWi PV-Symposium

Mit der Sonne lässt sich strahlende Rendite machen

Die richtige Anlage, die richtige Rechtsform, die richtigen Verträge und eine professionelle Beratung: Damit kann die Investition in Sonnenstrom-
Anlagen zum Erfolgsmodell werden. Dies war die Kernaussage des ersten Photovoltaik-Symposiums der HaWi Energietechnik AG Eggenfelden, die mi einem Jahresumsatz von 170 Millionen Euro (2008) nach eigenen Angaben einer der größten Anbieter von Photolvoltaik-Komponenten und kompletten Systemen in Ostbayern ist. Die Geldanlage in die Solarstromerzeugung sei langfristig angelegt, daher stehe bei der Auswahl der Module die Qualität absolut im Vordergrund, so HaWi Produktmanager Dr. Knut Hamann. Vor zahlreichen Installateuren, Banken und Kommunalvertretern (HaWi Marketingchef Thomas Breinfalk: "Da haben wir mit unserem Thema den Nerv getroffen") berichtete Helmut Eigner von der Sparkasse Rottal-Inn aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Finanzierungen von Photovoltaikanlagen (kurz PV-Anlagen) - anfangs für wenige Individualisten, heute als gängiges Anlageobjekt für ökologie- und ökonomiebewusste Investoren.
Eigner stellte den Anforderungskatalog an Unterlagen und Sicherheiten vor, die unabdingbar seien, um Kreditmittel für eine Anlage zu erhalten. Konkret sei das Finanzierungsmodell so aufgebaut, dass die Bank nach etwa 11 bis 15 Jahren ihren Kredit zurückerhalten habe, dann müsse die Anlage voll für den Betreiber arbeiten. Grundsätzlich gelte, dass die Bank bei Ausfall des Kreditnehmers die PV-Anlage entweder selbst weiterbetreiben können oder jemanden suche, der dies übernimmt. Ein Rückbau von Anlagen und Verwertung komme nicht in Frage - "das ist auch noch nie vorgekommen", so Eigner.
Großes Interesse fand auch die Information von Steuerberaterin Renate Neumüller aus Tittling. Sie hatte vor zwei Jahren ein Berechnungsprogramm für die Steuerrelevanz und Rendite von PV-Anlagen entwickelt und damit bundesweit für Furore gesorgt.
In Eggenfelden erläuterte Neumüller die Hauptfehler, die gerade Privatinvestoren häufig bei der Planung und Realisierung von Photovoltaikanlagen begingen. Da hier in Zeiträumen von 20 und mehr Jahren gedacht werden müsse, sei es wichtig, die Betreiberstruktur dauerhaft festzulegen: Einzelfirma, Gesellschaft, wie sieht es bei Ehepartnern aus, was ist mit Besitzübergang des Hauses von den Eltern auf die Kinder? Wer bleibt Betreiber der Anlage? Diese Fragen würden oft zu wenig gestellt. Häufig werde kaum darüber nachgedacht, welche Verträge etwa bei Pachtflächen notwendig sind. Neumüller: "Wenn die Anlage auf dem Dach ist, ist es zu spät", ein paar Stunden Beratung im Vorfeld hätten viel erspart. Sie riet: sich informieren, informieren, informieren: Erst fragen, dann bauen." Dann lasse sich mit der Sonne strahlende Rendite machen.
Wichtig sei auch die Klärung im individuellen Fall, ob man als PV-Betreiber auch Unternehmer sei. Angesichts vieler möglicher Abschreibungsarten und Gestaltungsmodellen sei Rateinholen absolut unumgänglich.
Das nächste HaWi-Symposium ist für den Herbst geplant. Infos unter www.HaWi-Energy.com

Informierten über PV-Anlagen:
HaWi Finanzvorstand Stephan Hoffmann und Steuerberaterin Renate Neumüller





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