| NEWS | 10-12-2009 Weihnachtsspende 2009 |
| Ingenieure ohne Grenzen e.V. entwickelt zusammen mit der HaWi Energietechnik AG ein technisches Konzept zur Notstromversorgung von OP-Sälen.
Die HaWi Energietechnik AG spendet dazu eine Photovoltaikanlage, die auch im Normalbetrieb den OP mit Strom versorgt. Die Hilfsorganisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. wurde 2003 gegründet und ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. In Deutschland engagieren sich in derzeit 13 regionalen Ortsgruppen nicht nur Studenten und bereits im Berufsleben stehende Ingenieure, sondern auch Unterstützer und Sponsoren vieler Berufsfelder. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Entwicklungszusammenarbeit durch Technologie- und Wissenstransfer zu fördern. Hierbei wurden von den einzelnen Ortsgruppen bereits mehrere Projekte in den Bereichen Wasserversorgung, Brückenbau und Biogasnutzung in Entwicklungsländern erfolgreich realisiert. DAS PROJEKT: CATHOLIC HOSPITAL IN BATTOR, GHANA Das Distriktkrankenhaus Catholic Hospital befindet sich in der Kleinstadt Battor, ca. 100 km nordöstlich der Landeshauptstadt Accra in Ghana. Das Hospital wurde 1957 durch den Bischof von Accra mit maßgeblicher Unterstützung des St. Dominikus-Ordens aus Speyer auf dem Gelände einer Missionsstation gegründet und von den Dominikanerschwestern aufgebaut. Insbesondere durch die deutsche Dominikanerschwester und Gynäkologin Dr. Edgitha Gorges, die das Krankenhaus jahrzehntelang leitete, wurde das Catholic Hospital geprägt. DIE AUFGABE Das Catholic Hospital kämpft mit der unzuverlässigen Stromversorgung der Region. Etwa alle 36 Stunden fällt der Strom für längere Zeiträume aus. Daher hat sich die Regionalgruppe Nordbayern zum Ziel gesetzt, eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung zumindest für die sensiblen Bereiche des Krankenhauses zu ermöglichen. Zusammen mit der HAWI Energietechnik AG wurde ein technisches Konzept für den ersten Schritt, eine Notstromversorgung für die OP-Säle, erarbeitet. Ein Stromausfall ist hier für die Ärzte besonders problematisch und für den Patienten lebensbedrohlich. Nach ca. 30 min übernimmt ein Notstrom-Generator die Stromversorgung des Krankenhauses, daher kann das konzipierte Backup-System die maximal 5 kW der OP-Säle für ca. 1 Stunde über eine Batteriebank versorgen. Zum Laden der Batterien steht neben dem öffentlichen Stromnetz und des Diesel-Generators eine 1 kW Photovoltaik-Anlage zur Verfügung. Diese Photovoltaik-Anlage wird auf dem Dach des OP-Gebäudes installiert und kann auch im Normalbetrieb den OP mit Strom versorgen, wodurch die Stromkosten des Krankenhauses reduziert werden. Bis Ende Oktober wurde bei HaWi ein Backup-Schaltschrank zusammengestellt und das Installations-Team der Regionalgruppe Nordbayern für die Installation und Inbetriebnahme des Systems geschult. Alle Komponenten werden nun nach Ghana verschifft und Anfang 2010 wird die Anlage durch die ehrenamtlichen IngoG-Mitarbeiter im Catholic Hospital in Battor installiert. |
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